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Glückliches Unentschieden aber trotzdem zu wenig

Im Heimspiel gegen den SV Grimmelfingen erspielten wir in letzter Sekunde noch einen Punkt. Obwohl der Punktgewinn auf diese Weise sehr glücklich erscheint, hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Dass es anders verlief müssen wir uns auf die eigenen Fahnen schreiben.

Von Beginn an zeichnete sich ab, dass auch der SV Grimmelfingen momentan von argen Personalsorgen geplagt ist. Der Gegner zog sich weit zurück und versuchte über lange Bälle zu kontern.

Wir dagegen waren von Anfang an bemüht, die Spielkontrolle an uns zu reißen. So bespielten wir in der ersten Halbzeit konsequent das Grimmelfinger Tor, ohne wirklich gefährlich zu werden. Zahlreiche Gelegenheiten spielten wir nicht konsequent zu Ende oder sie wurden abgewehrt. Daraus resultierten viele Eckbälle, aus denen wir ebenfalls kein Kapital schlagen konnten.

Die größte Gelegenheit hatte Michael Kraus, als er nach tollem Doppelpass vor des Gegners Tor stand, aber so massiv bedrängt wurde, dass er verzog.

Das Auslassen so vieler guter Gelegenheiten verunsicherte unser Spiel. Und aus dem Gedanke, wir müssen ein Tor schießen wuchs der Gedanke: „Wir dürfen kein Tor bekommen.“ Wie es meist in solchen Situationen läuft traf aber genau das ein. In der letzen Aktion vor dem Halbzeitpfiff. Dominik Kraus spielte einen schlampigen Pass nach vorn, der abgefangen wurde. Den Konter des Gegners konnten wir dagegen nicht mehr abfangen. Und nachdem die Hereingabe von unserer rechten Seite auf dem Fuß des Mittelstürmers landete und dann im Tor saß die Enttäuschung tief.

Diese Enttäuschung nahmen wir mit in die Kabine und auch wieder zurück auf den Platz. Statt ein Feuerwerk abzubrennen und auf den Ausgleich zu drängen, kamen wir nur langsam in Fahrt.

Die größte Gelegenheit hatte dann Matthias Michl. Er wurde 6 Meter vor dem Tor stark frei gespielt. Sein Schuss wurde vom Torwart jedoch stark pariert. Als der Nachschuss wieder vor Matthias Fuß landete, hatten schon alle den Torjubel auf den Lippen. Aber irgendwie warf sich der Grimmelfinger Schlussmann erneut in den Schuss.

Fünf Minuten vor dem Ende schafften wir dann doch noch den Ausgleich. Stefan Rau dribbelte von der rechten Seite in den Strafraum ein und wurde an der Grundlinie zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß versenkte Dominik Kraus „mit Autorität“  links oben unter die Latte.

Doch der Ausgleich reichte uns nicht. Wir wollten mehr. Und dieser Schuss ging beinahe nach hinten los. Als wir voll nach vorn drängten, verloren wir nach einem Eckball den Ball. Beim steilen Ball in die Tiefe enteilte Grimmelfingens Außenbahnspieler unserer Abwehr und eierte den Ball mit -3km/h irgendwie an Christian Jaksch vorbei ins Tor.

Das Spiel schien verloren. Her geschenkt. Unserer eigenen Fehler wegen. Dass wir doch noch einen Punkt holten, verdanken wir Matthias Michel. Nach einem Foul an Maxi Neudegger 18 Meter vor dem Tor legte er sich den Ball zum Freistoß hin. Mit vollem Fokus schoss er den Ball über die Mauer wunderschön und unhaltbar ins Tor. Ein beeindruckender wie glücklicher Schlusspunkt.

In einem Spiel, das wir den ganzen Spielverlauf über kontrollierten, fielen unsere beiden Tore durch direkte Standardsituationen. Das sagt vieles über unsere Angriffsbemühungen. Dazu legten wir dem Gegner quasi beide Gegentore auf.

Am nächsten Sonntag müssen wir unbedingt wieder selbstsicherer auftreten. Beim Gegner ESC Ulm haben wir noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen.

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