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Deutsche Meisterschaften der Senioren/Seniorinnen Ü60
Erfurt 08.-10.06.2019

Hanne zweifache Deutsche Meisterin
Bronze im Doppel

Hannelore Stowasser hat sich bei den deutschen Titelkämpfen der Senioren, die über das Pfingstwochenende in Erfurt ausgetragen wurden, die Titel in Einzel und Mixed sowie den dritten Platz im Doppel erkämpft.

Wie bereits kurz gemeldet, begann die Veranstaltung für Hanne geradezu optimal. Zusammen mit dem spielstarken, früheren Zweitligaspieler Klaus Werz (SV Neckarsulm, 2006 TTR-Punkte) gewann sie mit dem Mixed am Sonntagabend gleich den ersten der drei möglichen Titel. Dazu einen, der selbst im übervollen Trophäen-Schrank von Hanne noch gefehlt hatte.
Auf dem Weg durch das volle 32er Feld galt es allerdings einige brenzlige Situationen zu überstehen. Vor allem im Viertelfinale drohte das vorzeitige Aus. Nach einem spannenden Match über die gesamte Distanz bedurfte es einer gehörigen Energieleistung, um den entscheidenden fünften Satz mit 11:9 nach Hause zu bringen (10, -12, 8, -9, 9). Der auf dem Papier dickste Brocken musste im Halbfinale aus dem Weg geräumt werden. Gegen den ehemaligen Deutschen Meister im Herrendoppel der Aktiven und langjährigen Bundesligaspieler Manfred Nieswand (2040 TTR-Punkte) und seiner Partnerin Almut Pigerl (beide westdeutscher Tischtennisverband) zeigten Hanne und ihr Partner die bis dahin beste und konzentrierteste Leistung. Die an Nummer eins Gesetzten behielten, nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten im dritten Satz, mit 3:1 am Ende deutlich die Oberhand (3, 8, -9, 6). Im Endspiel gegen Carmen Petry und Rolf-Dieter Loss (Schleswig-Holstein/Südbaden) stand nach knappem Verlust des Eröffnungssatzes ein sicherer 3:1-Erfolg (-12, 3, 6, 8). Hanne’s dritter Titelgewinn bei deutschen Senioren-Meisterschaften (nach Doppel und Mannschaft 2017) war perfekt.
Fehlte nur noch der Titel im Einzel…

Viel Zeit zum Feiern gab es nicht, schließlich standen schon am nächsten Morgen die Viertelfinale in Doppel und Einzel auf dem prall gefüllten Zeitplan. Insgesamt 35 Wettbewerbe mit knapp 500 Teilnehmern mussten auf den 38 (!) Tischen abgewickelt werden. In einer Halle, deren Klima dem Attribut „subtropisch“ sehr nahe kam. Nicht nur für die Organisatoren, sondern vor allem für die Aktiven eine deutliche Herausforderung an Kondition und Konzentration.

Davon wenig beeindruckt startete Hanne mit ihrer gewohnten Partnerin Karin Hoffmann (Spfr Friedrichshafen) gut in den letzten Wettkampftag und zog mit einem klaren 3:0 ins Halbfinale ein. Dort ereilte die beiden allerdings ein jähes Ende der Titelträume. Gegen die späteren Sieger Runge/Walter (Niedersachen) mussten sie eine vor allem in dieser Höhe kaum erwartete 0:3-Niederlage hinnehmen (-7,-7,-4). Verständlich die anfängliche Enttäuschung, schließlich wurden die Erwartungen der beiden an Nummer eins Gesetzten nicht ganz erfüllt. Die Freude über das gewonnene Bronze bei immerhin deutschen Meisterschaften überwog dann aber doch.

Bereits am Samstag hatte sich Hanne als ungeschlagene Erste ihrer Vierergruppe und einem ungefährdeten 3:1 im Achtelfinale der KO-Runde für das Viertelfinale im Einzel qualifiziert. Dort traf sie nun – ausgerechnet - auf Karin Hoffmann. Warum die beiden Top-Spielerinnen eines Verbandes derart früh aufeinander treffen sollten, bleibt, dies nur am Rande bemerkt, das Geheimnis des Veranstalters! Für Hanne allerdings kein schlechtes Los, gegen ihre ehemalige Mannschaftskameradin ist sie seit Jahren ungeschlagen. Die Serie hielt: 11:2, 11:5, 14:12!
13 Matches und mehr als 20 Hallenstunden in den Gliedern, näherte sich Hanne ab 15:00 Uhr des Pfingstmontag-Nachmittags dem finalen Showdown.
In der Vorschlußrunde wartete Elisabeth Simonis (Pfalz), die überraschend die Vorjahressiegern Freia Runge in fünf Sätzen ausgeschaltet hatte. Doch Hanne ließ sich auch nach verlorenem ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen und überrollte ihre Kontrahentin anschließend regelrecht (-13, 5, 7, 2)!
Mit ihrer nicht zu überbietenden mentalen Stärke und Übersicht wiederholte sie dieses Kunststück im Endspiel. Gegen die an Nummer zwei gesetzte Ulrike Kretschmer, die Hanne nach Ranglisten-Punkten am nächsten stand (1684:1671), musste sie erneut einem Satzrückstand hinterherlaufen (-8). Was sie jedoch keineswegs davon abhielt, in den darauf folgenden drei Sätzen in unnachahmlicher Manier kurzen Prozess zu machen: 11:6 – 11:4 – 11:4.

Ohne Zweifel der bisher größte Erfolg für Hanne, die damit alles gewonnen hat, was es auf nationaler Ebene zu gewinnen gibt:
Einzel, Doppel, Mixed, Mannschaft, Deutschlandpokal!

Gerechter Lohn für Talent, Fleiß und Einsatz für ihren Sport!

Herzlichen Glückwunsch, Hanne !

Ergebnisse Einzel

Ergebnisse Doppel

Ergebnisse Mixed

 

 

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